Sunday, February 26, 2012

Life in Africa

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Life in Africa, ein Album auf Flickr.
Ich war im Sommer im Flüchtlingslager in Africa und durfte sogar an einer Spendenaktion teilnehmen :)
Dieses Jahr bin ich wieder dabei :)

Fotos von mir,
Maissa Lihedheb

Friday, November 11, 2011

Von der Diktatur zur Demokratie - Tunesien



Teil 1 meiner Reportage in Tunesien


"Wenn das Volk eines Tages lebenswillig wird, dann hat das Schicksal keine Wahl außer zu erhören, dann hat die Kette keine Wahl außer zu zerbrechen und dann hat die Nacht keine Wahl außer zu verschwinden"


Sonne, Meer und Strand. Ein Urlaubsparadies am Mittelmeer, das ist die Postkarten Idylle das von Tunesiens Regierung am liebsten vermittelt wird.
Doch in diesem Paradies ist seid Anfang des Jahres nichts mehr so, wie es mal war.

Seit der Revolution in Tunesien und die Flucht von dem damaligen Diktator, hat sich einiges im Land verändert. Die Revolution hat am Anfang des Jahres begonnen, als ein junger Akademiker sich anzündete und dabei starb. Der Grund ist auf die Perspektivlosigkeit und Ungerechtigkeit zurück zu führen die in Tunesien jahrelang herrschte. Es gab kaum Jobs, die Lebensmittel waren teuer und von der Meinungsfreiheit ganz zu schweigen.
Der Diktator Ben Ali herrschte seit über 20 Jahren in dem Land mit ca.20.Millionen Einwohnern.
die ersten Demonstrationen
In Tunesien war es ein Tabu etwas gegen die Regierung zu sagen. Verstößt man dagegen wird man verhaftet oder gar aus dem Land gewiesen.
Ein Beispiel. Vor einigen Jahren erwähnte ein Moderator in einer Kinder Sendung , dass die Frau von Ben Ali mal Friseuse war. Nichts schlimmes eigentlich oder würde eine solch banale Aussage wie „ Gerhard Schröder war Sohn einer Putzfrau“ im deutschen Fernsehen eine Diskussion auslösen? In Tunesien war es ganz anders, der Mann wurde am nächsten Tag festgenommen und erst nach der Revolution frei gelassen.
Seit dem läuft seine Show wieder und erzählt zwischen durch tausende Witze gegen Ben Ali.
Zurzeit finden in Tunesien die Wahlen für einen neuen Präsidenten statt.


Da war ich nun. Gelandet in einem Land, dass am Anfang des Jahres DAS Medienthema war.
In einem Land, das zum ersten mal für ihre Rechte kämpft.
In einem Land das nach 23 Jahren unabhängig ist.
Das Land, dessen Flughafen endlich aussieht wie ein Flughafen ohne sich jedes mal von Ben Ali Bildern beobachtet zu fühlen. Das Land, dass Geschichte schreibt!
Künslter, als Ausdrückung ihrer
Gefühle 

Aufgeregt und Neugierig laufe ich die Straße lang.
Die Straße auf die einst Demonstriert wurde.
Ich entdecke schnell Spuren der Revolution. Ich entdecke bemalte Wände, mit Sprüchen wie „Dégagé, Dégagé , Ben Ali Dégagé“ (Hau ab, hau ab, Ben Ali hau ab) und viele weitere Malereien und Sprüche dessen Bedeutungen stets gegen ihn gerichtet sind.

Läden teilwiese aufgrund mangelnder Ware geschloßen
Auf dem Weg treffe ich auf viele Jugendliche, die auf den Treppen vor dem Kiosk „rumhängen“.
„Seid der Revolution bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten“ , sagt mir Rashid einer der befragten zu der jetzigen Situation.
„Hier gibt es kaum noch Jobs, oder freie Stellen. Ich hoffe einfach, dass es sich bei einer neuen Regierung ändert, damit ich meiner Familie unter die Arme greife kann.“
Rashid ist 19 und brach mit 16 die Schule ab, aufgrund mangelnder Zukunftsperspektive wie er und viele andere Jugendliche hier im Dorf von sich behaupten.

Auf meine Frage, was sie von den gestrandeten Jugendlichen in Lampedusa halten, bekomme ich folgende Antwort von einem 18 Jährigem Englisch Studenten: „ Es ist deren Sache, ich hätte es definitiv nicht getan! Es ist doch einfach verrückt. Ich kämpfte doch schon für die Unabhängigkeit meines Landes und dann wo wir Ben Ali endlich aus unserem Land getrieben haben, fliehe ich mit?“ Zu meinem Glück baut sich langsam eine informative Konversation auf und weitere Passanten vor dem Kiosk mischen sich in das Gespräch. Sie reden als wäre ich längst nicht mehr da.

Mein Onkel mit dem Bild von dem Freiheitskämpfer Bouazizi
„Das ist doch egal, du siehst doch was aus dem Land geworden ist! Nichts , rein gar nichts. Der Tyrann ist weg, der Dreck ist geblieben.“ erwidert ein junger Mann mit Schulter langen Haaren Mitte 20. „oder gar schlimmer geworden! Mit Ben Ali sind sogar die Polizisten Weg! Hier wird eingebrochen, Kinder werden entführt und alles wird teurer! Oder hat sich in deinen Augen etwas positives getan?“, fuhr der Junge Mann fort.
Von hinten drängt sich ein älterer Herr in die Mitte und meldet sich zu Wort, es klingt wie eine Rede , als hätte er Monate lang darauf gewartet sich öffentlich darüber zu äußern. „Da bin ich aber ganz anderer Meinung! Ich bin stolz auf das was unser Volk erreicht hat. Wir sind aufgestanden und haben uns getraut! Du hast doch gesehen wie weit die Depression und Perspektivlosigkeit einen Menschen bringen kann. Wie damals Bouazizi ( Akademiker der sich am Anfang des Jahres anzündete) . Und ihn haben haben wir es zu verdanken und ihm zu Ehre sollten wir weiter für unser Land kämpfen. Das Ende der Diktatur ist erst der Anfang harter Arbeit.“ Leise ist es.
Jeder liest ein kurzes Gebet zum Tod von Bouazizi.
Ich bedanke mich und setze meinen Spaziergang fort.

Entlang an schönen Palmen, hintereinander gereihte Cafés und Wand Malereien sehe ich etwas, das ich auf dem ersten Blick nicht erkennen kann.
Ich sehe eine Menge schief parkende Autos mit überwiegend libyschen Kennzeichen.
Noch etwas weit entfernt vor meinem Ziel, sehe ich Leute die entweder fluchend oder triumphierend mit Tüten aus dem Gebäude kommen.
Es ist ein Supermarkt.
Nur ein Supermarkt.
Ein überfüllter Supermarkt.
Wahrscheinlich sind sehr großzügig reduzierte Angebote der Fall.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, nähere ich mich dem Zielobjekt und trete hinein.
Ein wunder das ich überhaupt meinen Fuß in dieses Gebäude setzen konnte.
Denn eine derartige Überfüllung ist vergleichbar mit einem Lagerschlussverkauf.
Und man könnte meinen das es das war.
Ausverkauftes Brot, nicht vorhandene Milch, leeres Getränke Kühlschrank, und Rekordverdächtige Preise.
Überfüllte Läden. Jeden Tag
Von reduzierten Angeboten kann da also kaum die Rede sein.
„Angebote? Nein, sicherlich nicht. Seid dem die Leute aus Libyen hier sind, gibt es kaum noch Milch, Zucker und Fleisch. Und wenn es sie gibt dann ist es sehr teuer !“ erklärt mir eine Kundin.
„ Früher hat eine Packung Milch ungefähr 500 Franc gekostet. (0.25 €) Mittlerweile aber 1.500 Dinar(0.50€)“
Viele sind entsetzt und freuen sich wenn sie überhaupt mal was finden, was für die Küche wichtig ist.
Da die Lage in Libyen zu dem Zeitpunkt aufgrund der Proteste gegen den Machthaber Gaddafi sehr gefährlich war, flohen die Leute nach Tunesien. Weitere Einzelheiten und Eindrücke dazu gibt es im zweiten Teil meiner Reportage.

Nicht weit von dem Laden entfernt befindet sich der Strand „Sonya“.
Es ist ein Strand zum schwimmen, relaxen und Eisessen. Ja, das dachte ich.

Ich, auf einem leer stehendem
Flüchtlingsboot.
Lauter Flüchtlingsschiffe.

Doch dieser Strand ist nicht mehr das was es mal war. Das traumhafte Meer mit schönen großen Dattel Palmen, ist jetzt ein Abfahrtsorts für mutmaßliche Flüchtlinge geworden! „ Jede Woche fliehen hier mehr als hunderte von Jugendlichen auf einem kleinen Boot ,dass normalerweise nur für 50 gedacht ist.“ schildert mir ein Fischer, der oft Zeuge des Geschehens ist. „ Es findet meistens Nachts statt, um nicht von der Polizei erwischt zu werden. Ich finde es Schade, dass Jugendliche sich so etwas an tun. Sie geben mehr als 100 Dinar (95€) aus nur um ins Ausland zu kommen und riskieren dafür von Lampedusa zurück geschickt zu werden oder gar auf hoher See zu ertrinken oder zu verhungern.“

Viele Jugendliche fliehen nach Europa, in der Hoffnung dort einen Job zu kriegen um ihre Familie in der Heimat zu unterstützen.
Auf der Italienischen Insel Lampedusa bekommen Flüchtlinge eine Aufenthaltsgenehmigung für sechs Monate.
Doch mit dem wachsenden Ansturm auf Lampedusa, ist auch dies eingeschränkt worden.
Da viele die dort lebend ankommen nicht den ganzen Weg zurück fahren wollen, fahren sie illegal über Italien nach Frankreich, wo die meisten dann bei dort lebenden Verwandten oder Freunden untertauchen.



Im arabischen Raum sind zwei Verse eines berühmten tunesischen Dichters (Abu Al-Qassim Asch-Schabi) sehr bekannt. In diesen zwei Versen heißt es: Wenn das Volk eines Tages lebenswillig wird, dann hat das Schicksal keine Wahl außer zu erhören, dann hat die Kette keine Wahl außer zu zerbrechen und dann hat die Nacht keine Wahl außer zu verschwinden.
Meiner Meinung nach ist die Tunesische Revolution, mit dem Fall der Mauer 1989 vergleichbar.
Auch damals flohen die Leute von der DDR in die BRD um ein neues Leben zu beginnen.
So ist es bei den Tunesiern die nach Lampedusa fliehen. Und so ist es bei den Leuten aus Libyen die nach Tunesien fliehen. In der BRD wurden die Preise erhöht, in Tunesien auch. In der BRD waren die Läden meist ausverkauft. In Tunesien auch.
Ich hoffe einfach das Tunesien und Libyen es schaffen ein so freies Land zu werden wie Deutschland.

In meinem zweiten Teil des Berichts geht es um die Flüchtlingslager zwischen Libyen und Tunesien.

Einige Fotos :

Mein Onkel fotografierte für mich die Aufstände, am Anfang des Jahres. Obdachlose, Rebellen, Demonstrationen gehörten zum Alltag.




Hubschrauber aus Libyen und Tunesien versetzten einen oft in Angst. Viele hatten die Befürchtung ein Anschlag könnte möglich sein.
Nach der Revolution: Soldaten an jeder Straßenecke



Eine kleine spontane Straßen Feier in Zarzis, nachdem die Nachricht kam, das Gaddafi zurück getreten ist.Es war sehr aufregend und glich einer Parade. Es lief laut Musik. Die Leute tanzten auf der Straße und ein Lautsprecher stieß       aufmunternde Sätze und Jubel aus.

Vielen danke, fürs lesen.
In meinem zweiten Teil meiner Reportage, geht es um meinem Besuch in den Flüchtlingslagern, an der Grenze Libyens.


Liebste Grüße, Maissa :)

Saturday, October 8, 2011

Street Scene : Tunesien


Hallo, hallo, hallo , hallo,
In diesem Sommer war ich  auf der Insel Zazis in Tunesien.
Wir ihr sicherlich mitbekommen habt herrschten in Tunesien schon seit Anfang des Jahres Unruhen und aufstände. Darüber werde ich in meinen nächsten Post einiges erklären und mit Bildern die in den Flüchtlingslagern und umgebung geschossen habe , veranschaulichen.
Bevor es aber Ernst wird, hier noch mal einige alltags Scenen aus dem Dorf.
Scenen aus Märkten, Stränden oder aus der Straße.
Auf Grund der Mittagshitze ist das Must-have der Tunesier Stroh Hütte und bunte große Tücher.
Bereitet euch also schon mal auf eine sehr lange Foto Kette vor :)

Welcome to Zarzis



                                                               








Safran 


Freitags Markt.
Säcke voller exotischen Gewürzen.







Original.

Ein kleiner Junge als Blinden Führer.






Schöne Farben.







Fleißige Kinder, die ihre Eltern bei der Arbeit unterstützen.






Oh, da zeigt aber jemand mit dem Finger auf mich.

Hitze!!


:)








Er verkauft Falafel.

Siesta bei der Arbeit.






Kau-Tabak verkäufer.



Famalien Schneiderei.
Flüchtlinge (?)
Mit den "Töpfen" rechts werden Garnelen gefangen.
Grüner Tee.